Neues Erscheinungsbild Kunstareal online - Freiflächenworkshop Kunstareal?Donnerstag, 6. Dezember 2012Das Kunstareal München ist mit einem neuen Erscheinungsbild nach einem Entwurf von Thomas Mayfried online - siehe hier. Mit einem Raster von schwarzen und weißen Quadraten wird die Zusammengehörigkeit von Museen mit Kunst- und Kulturschätzen aus fünf Jahrtausenden ablesbar. Sie sollen später auch im Bodenbelag auftauchen, außerdem werden Sitzmöbel und Schilder aufgetellt, um die Orientierung zu erleichtern. Dies ist das Ergebnis eines Designerwettbewerbes, den die Stiftung Pinakothek der Moderne im Jahr 2011 ausgeschrieben hatte. Nun geht es voran. Ohne Frage hat die Stiftung wieder etwas bewegt, was auch umgesetzt werden konnte, anders offenbar als der Freiflächenworkshop Kunstareal, der im Jahr zuvor angeschoben worden war. In seiner Folge wurden im Wesentlichen die Hecken an der Alten Pinakothek entfernt (durchaus nicht völlig unumstritten) und einige Gehölze ausgelichtet, Dies war meines Wissens das Ergebnis einer Begehung zum Thema "Transparenz". "Was kann man sofort tun", waren die Planer in der Vorstellung gefragt worden. Viele sagten "Auslichten". Ein räumliches Gesamtkonzept oder gar ein Wettbewerb wie zum Beispiel von Guido Hager angeregt, wurden offenbar nicht weiter verfolgt. Sitzmöbel ohne übergeordnetes Raumkonzept? Man weiß ja, wie wichtig für einen Sitzplatz der Standort, die Rückendeckung, ein Baum als Bezug oder eine Blickbeziehung wird. Und man weiß, wie sehr Möbel eine solche stören können. In welcher Weise werden Fachleute zum Thema Außenraumgestaltung nun hinzugezogen? In besonderer Erinnerung ist mir der Standort der Mensa, der als zentral und ausbaufähig für das Kunstareal von mehreren Büros benannt worden war - zusammen mit der Arcisstraße als Achse. Ob aus solch viel weiter gehenden Ideen nun noch etwas werden kann? Werden Probleme wie die bei einem Spaziergang am frühen Abend "Auf der Suche nach einem Cafe im Kunstareal" beschriebenen - siehe hier - durch das Aufstellen von Schildern behoben? Die zu lösen braucht bei den vielen Beteiligten natürlich einen langen Atem. Wenn es denn einmal so weit sein sollte, hoffentlich ist dann nicht zuviel verbaut. Auch wenn nicht gleich etwas umgesetzt werden konnte, nach wie vor sind die im Freiflächenworkshop aufgezeigten Ideen von Relevanz, meine ich. Zu einem Bericht siehe hier. Übrigens soll es jetzt auch ein Bürgergutachten Kunstareal geben.
Über einen Abend im PresseClub "Urban Farming - Gemüseanbau auf Flachdächern"Donnerstag, 29. November 2012Am 23. Oktober 2012 wurde der TELI-Jour fixe des PresseClubs München im Rahmen des Klimaherbst dem Thema „Gemüseanbau auf Flachdächern – Der Vormarsch des Urban Farming in unseren Städten“ gewidmet. Angekündigt wurde dazu: „Städte haben ungeahnte Agrarlandreserven. Flachdächer lassen sich in Gemüsegärten verwandeln. Sie könnten einen Großteil des Bedarfs einer Großstadt an Salaten, Tomaten, Gurken, Bohnen abdecken und CO2-Emissionen binden. Was in den USA bereits gang und gebe ist, treibt jetzt auch Blüten in Deutschland. Die Fraunhofer Gesellschaft hat ein Pilotprojekt mit Hydrokulturen auf Flachdächern ins Leben gerufen.“ Drei Redner waren eingeladen, um das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Zunächst stellte der Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Umwelt- Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT aus Oberhausen, Volkmar Keuter, sein Projekt vor. In seiner Einführung gab er einen breiteren Überblick zum Thema „Urban Farming“, Tier- und Pflanzenanzucht in Hochhäusern und Gemüseanbau auf Brachflächen schrumpfender Stadte inbegriffen, um sich dann auf die Pflanzenanzucht auf Flachdächern zu konzentrieren. Prognosen sagten voraus, dass die Städte in den nächsten Dekaden immer mehr wüchsen. Mega-Metropolen würden entstehen, zu den 10 größten allerdings würde demnach in Europa nur noch Moskau zählen. Unter solchem Wachstumsdruck, verbunden mit Flächen-Ausdehnung, müsse man darüber nachdenken, ob nicht überbaute Flächen doppelt genutzt und in die Produktion von Lebensmitteln mit aufgenommen werden könnten. Er führte vor Augen, dass Gemüse, das in Kalifornien gezogen wird, vier volle Tage auf LKWs transportiert würde, bevor es die Verbraucher an der Ostküste erreiche. Forschungen von Lebensmittelkonzernen hätten aber ergeben, dass Verbraucher durchaus bereit seien, für regionale Produkte mehr auszugeben. "Über einen Abend im PresseClub "Urban Farming - Gemüseanbau auf Flachdächern"" vollständig lesen Landschaftsgärten in Polen - Vortrag von LA Katrin SchulzeDienstag, 27. November 2012![]() Ansicht aus dem Landschaftspark Pulawy (Bild: Katrin Schulze)
Montag, 3. Dezember 2012, 19.30 Uhr lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu seiner letzten Veranstaltung im Jubiläumsjahr 125 Jahre DGGL ein. Der Blick wendet sich nach Osteuropa. LA Katrin Schulze spricht zum Thema "Landschaftsgärten in Polen - das Wirken von Fürstin Czartoryska". Sie kündigt an: "Wie in vielen anderen europäischen Ländern breitete sich auch in Polen zwischen 1770 und 1820 der Landschaftsgarten als dominanter gartenkünstlerischer Stil aus. Reisen des polnischen Adels nach England, Frankreich und Deutschland, das Studium der aktuellen europäischen Gartenliteratur sowie Korrespondenzen mit Gartenschöpfern und der „Import“ westeuropäischer Künstler bildeten eine Basis dafür. Zugleich spiegelte sich um 1800 jedoch auch die politische Situation der polnischen Teilungen mit enttäuschten Hoffnungen, aber auch wachsendem Nationalbewusstsein in dieser künstlerischen Entwicklung wider.
Die im 18. Jahrhundert von England ausgehende Verbreitung des Landschaftsgartens ist für Deutschland und viele andere Länder ausgiebig erforscht, während die Geschichte des polnischen Landschaftsgartens in der deutschsprachigen Fachliteratur kaum miteinbezogen wird. Auch ist die bewegte Geschichte Polens im 20. Jahrhundert nicht spurlos am gartenkünstlerischen Erbe vorüber gegangen. Ein großer Teil der historischen Garten- und Parkanlagen, insbesondere in den ländlichen Gegenden, sind ungenutzt, viele zunehmend verwildert und verfallen. Dennoch gibt es aber auch gut erhaltene Anlagen wie z.B. der Warschauer Łazienki-Park, Arkadia und Wilanów, die zu Unrecht in Deutschland immer noch weitgehend unbekannt sind und vom hohen Anspruch der polnischen Gartenkunst im 19. Jahrhundert zeugen." Katrin Schulze ist als Landschaftsarchitektin in Berlin und München tätig und hat sich auf das Fachgebiet Gartendenkmalpflege spezialisiert. Ort: Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1b, MVV U3/U6 Bus 54/154 Haltestelle Giselastraße. Eine pdf-Datei der Einladung finden Sie hier. Vortrag Prof. Maria Auböck und 80. Geburtstag Gerhart TeutschSonntag, 18. November 2012
![]() Batyam-Landscape-Biennale 2012 (Bild: Maria Auböck)
Begegnungen und Erfahrungen als Teddy-Kollek-Scholar in Jerusalem Vortrag von Prof. Maria Auböck Das Teddy-Kollek-Stipendium wendet sich an etblierte Künstler oder Architekten und dient dem kulturellen Austausch. Es wird getragen von der Regierung von Österreich. In diesem Jahr ist es an die Landschaftsarchitektin Prof. Maria Auböck gefallen, die an der Akademie der Bildenden Künste, München, Freiraumgestaltung lehrt und in Wien Mitinhaberin des Büros Auböck-Karasz ist. In Jerusalem ist sie bewegenden Situationen, aber auch sehr interessanten Projekten der Landschaftsarchitektur begegnet. Sie schreibt darüber: "Die Reise um Jerusalem - Der Vortrag erfasst meinen Aufenthalt als Teddy Kollek Fellow am Mishkenot Sha´ ananim in Jerusalem vom 4.3.-30.3.2012. Er diente dazu Einblick in die in Israel vorhandenen Projektierungen zu Landschafts- und Stadtgestaltung, Wohnbau, Natur- und Umweltschutz zu erlangen. Zwischen neuen Grünanlagen, Initiativen für community gardens in Jerusalem, recycling Projekten in Tel Aviv und gartenbaulichen Experimenten in der Wüste Negev gestaltete sich der Aufenthalt sehr abwechslungsreich. Zwischen Naturschutz und Siedlungswesen wurden Konflikte und der notwendige Friedensprozess vorgestellt. Ich konnte Vorträge für das interessierte Fachpublikum am Technion in Haifa, in Tel Aviv und der Bezalel Academy in Jerusalem halten. Durch die präzise Vorplanung seitens der Betreuung hatte ich Gelegenheit, eine Vielfalt an urbanistischen, landschaftarchitektonischen und künstlerischen Projekten kennen zu lernen. Es wäre unmöglich gewesen, dies ohne die tatkräftige Unterstützung mehrerer an der Vorplanung beteiligter Personen zu tätigen." Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit, LA Gerhart Teutsch zum 80. Geburtstag gratulieren. Gerhart Teutsch ist in München und Umgebung bekannt durch zahlreiche Projekte, die er mit namhaften Architekten und Künstlern gebaut hat. Seine Projektliste geht auf die Zahl 1000 zu. Aber auch ehrenamtlich hat er sich - nicht nur in der DGGL - engagiert, um Gartenkunst und Landschaftskultur zu fördern. Seine Kontakte und Informationen hat er im Dienst der Sache leise, bereitwillig und bereichernd zur Verfügung gestellt.
Der Eintritt ist frei, Ein Unkostenbeitrag ist willkommen. Ort: Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1b, MVV: U3/U6, Bus 54/154 Haltestelle Giselastraße Eine pdf-Datei der Einladung finden Sie hier.
Geschrieben von Veronika Fischer-Horns
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Das Gelände der Zoologischen Staatssammlung München, Vortrag von Prof. Dr. Josef ReichholfDienstag, 23. Oktober 2012
![]() Zoologische Staatssammlung München (Bild: Josef Reichholf)
Im Jubiläumsjahr 125 Jahre DGGL lautet das Jahresthema: "Naturschutz - Kulturschutz". An sich ausgehend von Diskussionen um Historische Gärten wird in den Blick genommen, dass sich Kulturgüter mit Artenreichtum und Landschaftsschutz keineswegs widersprechen müssen. Der DGGL-Landesverband Bayern-Süd greift diesen Ansatz auf und lädt zu einem Vortrag ein:
ein 'hotspot' an Biodiversität in artenreicher Stadtnatur und Schlüsse für den Umgang mit "geplanter Natur" Vortrag von Prof. Dr. Josef H. Reichholf Der Vortragende, Prof. Dr. Josef H. Reichholf, war als Zoologe dort tätig und lehrte auch ‚Naturschutz’ an der TU München. 25 Jahre lang verfolgte er die Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt auf diesem Gelände und in München. Er ist Autor einiger viel diskutierten Bücher. Über seinen Vortrag schreibt er: "Städte sind in unserer Zeit zu ‚Inseln der Artenvielfalt’ geworden. Vielfach leben in ihnen mehr Arten von Tieren und Pflanzen als auf vergleichbar großen Flächen im Umland. Das Gelände der weitgehend unterirdisch angelegten Zoologischen Staatssammlung in München ist ein Musterbeispiel für hohe innerstädtische Artenvielfalt. Die Ergebnisse der Beobachtungen unterstreichen das Natur-Potential von Großstädten und mahnen zu einer kritischeren Betrachtung der Bebauung von Freiflächen (Nachverdichtung). Denn Stadtnatur gehört zur Lebensqualität in der Stadt."
Eine Anfahrtskizze finden Sie hier.
Eine Übersicht über das Programm-Angebot des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd finden Sie hier. Zum DGGL-Bundesverband und anderen Landesverbänden siehe hier.
![]() Schneckenhausbiene (Bild: Josef Reichholf)
Geschrieben von Veronika Fischer-Horns
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DGGL LV Bayern-Süd im Herbst/Winter 2012: 125 Jahre DGGLSonntag, 30. September 2012
Donnerstag, 4. Oktober - Sonntag, 7. Oktober 2012 Festliche Abschlussveranstaltung des DGGL-Bundesverbandes in Dresden Symposium „Kulturschutz und Naturschutz im Dialog“ Fach-Exkursionen nach Schloss Dresden-Pillniz Nähere Informationen finden Sie hier - DGGL-Mitglieder haben auf dem Postweg vom DGGL-Bundesverband eine Einladung aus Berlin erhalten. Ein Symposium der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf war schon beim hiesigen Jubiläumsabend am 9. Juli 2012 angesprochen worden, der wie die Tagung dem 100. Geburtstag Richard Hansens gewidmet war: Freitag, 26. Oktober - Samstag 27. Oktober Weihenstephaner Symposium zur Pflanzenverwendung Pflanzengesellschaften und Vegetationsbilder auf den Spuren Richard Hansens
Nachtrag vom 11. Oktober 2012: Die Tagung ist bereits ausgebucht. Wegen der großen Nachfrage werden die Vorträge in einen weiteren Hörsaal übertragen (reduzierte Teilnahmegebühr). Geplant war des weiteren die Vorstellung des Parkpflegewerkes Olympiapark München, was leider vertagt werden muss. Nach derzeitigem Stand geht es im DGGL-Landesverband Bayern-Süd weiter mit einem Vortrag, der das Jahresthema 2012 "Naturschutz - Kulturschutz" aufgreift:
Artenschutz in der Stadt (Arbeitstitel) Vortrag von Prof. Josef Reichholf
Sehr herzlich laden wir auch zu folgenden Vorträgen ein:
Prof. Maria Auböck spricht über einen Studienaufenthalt Ort: Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1b, 80802 München
Montag, 3. Dezember 2012, 19.30 Uhr Landschaftsgärten in Polen - Vortrag von LA Katrin Schulze Ort: Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1b, 80802 München Mitglieder und Interessenten erhalten per eMail detaillierte Einladungen im Vorlauf der jeweiligen Veranstaltungen. Eine Übersicht über das Programmangebot des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd mit näheren Informationen finden Sie auch hier.
Geschrieben von Veronika Fischer-Horns
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DGGL-Nachlese: Festveranstaltung mit Exkursionen zum Jubiläum 125 Jahre DGGL in BerlinMontag, 30. Juli 2012DGGL-Festabend zum 125-jährigen Jubiläum im Bärensaal Berlin, Präsident Dr. Klaus Henning von Krosigk begrüßt die Gäste
Diesen dem Anliegen der DGGL, nämlich als Plattform für einen Diskurs zu dienen und Brücken zu bauen, auf den Leib geschneiderte Themenbereich verdankte man dem Präsidenten Dr. Klaus Henning von Krosigk, der als langjähriger Leiter der Gartenabteilung im Denkmalamt Berlin über einen Fundus an Erfahrung dazu verfügt. Was leicht polarisiert und hoch emotional in scheinbaren Gegensätzen diskutiert wird, muss nicht immer unvereinbar sein: Gartendenkmalpflege und Naturschutz. In zwei Fachvorträgen wurden dann auch gemeinsame Wurzeln hervorgehoben: Prof. Dr. Ingo Kowarik, Institut für Ökologie der TU Berlin sprach zum Thema „Historische Garten- und Parkanlagen als Gegenstand eines denkmalorientierten Naturschutzes“, Prof. Dr. Adrian von Buttlar, Institut für Kunstgeschichte der TU Berlin über „Naturschutzaspekte in der Zeit der landschaftlichen Gartenkunst“. „Wanderer, achte Kunst und Natur und schone ihre Werke“, dieses bekannte Zitat kam mit gutem Grund in beiden Vorträgen vor, die ihren Schwerpunkt auf die gemeinsamen Wurzeln von Naturschutz, Heimatschutz und Gartenkunst in früheren Jahrhunderten legten. Vielfältig sind die Gedanken und Empfindungen damaligen Aufbruchs und interessant, dem nachzuspüren. Heutige, möglicherweise auch gegensätzliche Positionen allerdings lernte man kaum kennen. "DGGL-Nachlese: Festveranstaltung mit Exkursionen zum Jubiläum 125 Jahre DGGL in Berlin" vollständig lesen DGGL-Nachlese: Garten und Lyrik, Lesung mit Kevin Perryman in der Ebenböckvilla, München-PasingSonntag, 29. Juli 2012
Kevin Perryman bei der DGGL - Garten und Lyrik
Auf den Stufen vor dem Haus war der Platz des in England geborenen und seit 1973 in Deutschland lebenden Dichters, Übersetzers und Herausgebers des unregelmäßig erscheinenden Periodikums „Babel“, wie er sie vorstellte. Kevin Perryman ist korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste. und Träger des Horst Bienek-Förderpreis für Lyrik . Wenn er in Oxford Romanistik und Germanistik studiert hat, wird er mehr Sprachen beherrschen als Deutsch und Englisch. In diesen beiden Sprachen las er Gedichte, die für uns fremdsprachigen auch in ihren Übersetzungen. Mit etwa 25 Gästen hatte er ein waches Publikum in für eine Lesung im Freien idealer Zahl. Als ich nach einem reichhaltigen Abend persönlich mit Kevin Perryman ins Gespräch kam, wurde deutlich, wie genau und weiträumig er sich die Auswahl überlegt hatte. Er bestätigte meinen Eindruck, dass es sein gewollter Stil im Vortrag sei, die starken und sehr verschiedenen Farben der Gedichte unmittelbar aneinander folgen, sich quasi überschneiden zu lassen. Ich hatte überlegt, wie wohl längere Pausen zum Nachklang gewirkt hätten. Rückblickend erinnere ich mich an einzelne, deutliche Bilder, von denen ich einige nennen möchte. Gedichte im Ganzen kann ich hier leider nicht wieder geben. Eröffnet wurde die Lesung - noch vor der Begrüßung - mit dem „feuchten Fruchtfleisch eines Granatapfels“. Mir der Symbolik dieser Frucht wohl bewusst habe ich den Rest vergessen. Es passt wohl dazu eine Adams-Betrachtung, der gern ein bisschen länger im Paradies geblieben wäre - im vollen Besitz seiner Rippen - und zu Überlegungen übergeht, es passe ihm nicht, als Krone der Schöpfung bereit zu stehen, der sechste Tag sei doch ganz unnötig gewesen. Er schlägt vor, dass man es mit dem fünften Tag, dem Federvieh hätte bewenden lassen können. "Der Pfau - großartig!" waren die letzten Worte der Übersetzung des Gedichtes von R. S. Thomas. Wenn das kein Gartengedicht ist. Stehen einem nicht Ideale der Gartenkunst dabei vor Augen, die ich historisch nicht einzuordnen wage, auch wenn ich zuerst an den Landschaftsgarten denke? "DGGL-Nachlese: Garten und Lyrik, Lesung mit Kevin Perryman in der Ebenböckvilla, München-Pasing " vollständig lesen DGGL-Nachlese: Jubiläumsabend 125 Jahre DGGL - zum 100. Geburtstag von Richard Hansen am 9. Juli 2012 in der Seidlvilla, MünchenDienstag, 24. Juli 2012
Richard Hansen auf einer Exkursion, Bild Christian Seiffert
Zunächst habe ich zur Einführung einige Worte zum doppelten Anlass des Abends gesagt. Erinnerungen an Richard Hansen und Spuren seines Wirkens sind mir in der Arbeit der DGGL immer wieder begegnet, so etwa in Führungen seiner Schüler oder einfach in Erzählungen von Menschen, die ihn noch selbst gekannt haben. Ich sehe darin einen Wert. Zur DGGL-Arbeit habe ich verschiedene thematische Linien nachgezeichnet, die sich in den letzten Jahren herauskristallisiert haben: Führungen mit der HA Gartenbau des Baureferates München zu aktuellen Bauprojekten der Stadt, die Vorstellung von Parkpflegewerken, Hausgärten und das Stichwort „Gestaltende Pflege“, bei dem es darum geht, den Stellenwert des täglichen Umgang mit Gärten und Parks als durchaus auch künstlerisch zu würdigen.
In der DGGL ist die Gartenkunstgeschichte mit dem renommierten Arbeitskreis historische Gärten traditionell gut vertreten. Dem Landesverband Bayern-Süd ist es ein Anliegen, beides zusammen zu sehen: aus dem Fundus der historischer Gartenkunst heraus für aktuelle Bauprojekte Maßstäbe zu finden und sich auch in die Diskussion um zeitgenössische Gartenkunst einzumischen. Zum Wortlaut der Einführung siehe hier. "DGGL-Nachlese: Jubiläumsabend 125 Jahre DGGL - zum 100. Geburtstag von Richard Hansen am 9. Juli 2012 in der Seidlvilla, München" vollständig lesen Jubiläumsabend 125 Jahre DGGL - 100 Jahre Richard HansenMittwoch, 27. Juni 2012
Mit dem beginnenden Sommer nähert sich die Jubiläumsveranstaltung desDGGL-Landesverbandes Bayern-Süd, zu dem sehr herzlich eingeladen wird: Montag, 9. Juli 2012, ab 18.30 Uhr 125 Jahre DGGL - zum 100. Geburtstag von Prof. Richard Hansen Jubiläumsabend im DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd Der 9. Juli ist der Vorabend des Geburtstages von Richard Hansen. Der Gründer des Weihenstephaner Sichtungsgartens und Mit-Autor des Standardwerkes Hansen/Stahl: Die Stauden und ihre Lebensbereiche wäre am 10. Juli 2012 100 Jahre alt geworden. Er war Ehrenmitglied der DGGL.
An diesem Abend kann die DGGL-Veranstaltung länger als gewöhnlich in der Seidlvilla und im Garten ausklingen lassen. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 5. Juli 2012 an: eMail bays@dggl.org.
Hinweisen möchte ich Sie gleichzeitig auf eine Fachtagung im Herbst, die der Lehrstuhl Pflanzenverwendung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Prof. Dr. Swantje Duthweiler, anbietet. Ihr Vor-Vorgänger auf dem Lehrstuhl war Richard Hansen. In dichtem Programm werden internationale Projekte vorgestellt. Der DGGL-Landesverband Bayern-Süd und die Landesgruppe Bayern des BDLA unterstützen die Tagung. Freitag, 26. und Samstag, 27. Oktober 2012 Pflanzengesellschaften und Vegetationsbilder als Leitbild für Auf den Spuren von Richard Hansen Tagung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Ein detailliertes Programm folgt. Am 100. Geburtstag Richard Hansens selbst, Dienstag, den 10. Juli 2012 Näheres finden Sie hier
Geschrieben von Veronika Fischer-Horns
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